Katzenschutz im Urlaub

Deutscher Tierschutzbund e.V.

In vielen Urlaubsländern werden Touristen mit dem Anblick herrenloser Straßenkatzen konfrontiert. Viele der Tiere sind krank, verwahrlost und unterernährt. Wer den Katzen nachhaltig helfen möchte, kann Tierschutzorganisationen vor Ort bei Katzenschutzaktionen unterstützen.

Wer kennt es nicht: In der schönsten Zeit des Jahres wird man gerade in den Urlaubsorten süd- und osteuropäischer Länder mit traurigem Katzenelend konfrontiert. Zahlreiche herrenlose Katzen betteln vor allem in Hotelanlagen um Futter. Ihr Anblick ist herzzerreißend: Die Tiere sind oft abgemagert, völlig verwahrlost und in vielen Fällen dazu noch krank.

Bitte nicht füttern
Obwohl es verständlich ist, raten wir dringend davon ab, diese Tiere zu füttern. Denn wenn die Urlaubssaison zu Ende und der letzte Gast nach Hause abgereist ist, sind die Katzen wieder auf sich alleine gestellt. Plötzlich sind die Tiere dann gar nicht mehr so gerne gesehen. „Frei lebende Katzen in Hotelanlagen werden nach der Saison vertrieben oder sogar getötet. Auch Vergiftungsaktionen können stattfinden“, erklärt Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere bei unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund.  Auch Frau Gerlach rät von einer Fütterung aus Mitleid ab und spricht sich für eine nachhaltige Lösung des Problems aus: „Obwohl es nachvollziehbar ist, dass viele Touristen aus Mitleid füttern, sollten sie sich besser an örtliche Tierschutzvereine wenden, die die Tiere an festen Futterstellen betreuen, medizinisch versorgen und die Population der Tiere nachhaltig und tierschutzgerecht durch das Prinzip „Einfangen, Kastrieren, Freilassen“ minimieren.“ Hierzu ist es hilfreich, sich bereits im Vorfeld des Urlaubes nach Tierschutzvereinen zu erkundigen, die nachhaltigen Tierschutz vor Ort betreiben.

Katzenwelpen werden ausschließlich als Attraktion genutzt
Katzenelend in Ferienanlagen sieht man nicht nur in fernen Ländern - bei uns in Deutschland gibt es eine ähnliche Problematik. Zu Ferien auf dem Bauernhof gehören vor allem für Kinder junge Katzen zum Kuscheln und Streicheln dazu. Urlauber und Tierschützer jedoch beobachten häufig, dass viele der Tierhalter ihre Katzen nicht ausreichend versorgen. Die Tiere leiden oftmals unter Katzenschnupfen, Würmern oder Flöhen und die Elterntiere vermehren sich teils völlig unkontrolliert. Zu einem verantwortungsvollen Umgang von sowohl jungen als auch ausgewachsenen Katzen gehört aus Tierschutzsicht jedoch eine artgemäße Fütterung, ausreichende medizinische Versorgung und die Kastration von Tieren im angemessenen Alter. Urlauber können helfen, indem sie den Landwirt freundlich auf die unzureichende Versorgung ansprechen und ihn auf die enorme Vermehrungsrate von Katzen sowie die Vorteile einer Kastration aufmerksam machen.

Unser Dachverband macht sich mit seiner Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ für die Kastration von Katzen stark und informiert, wie sich durch Kastration das Leid frei lebender Straßenkatzen vermeiden lässt Informationen siehe: www.tierschutzbund.de/katzenschutz

Zurück

Diese Seite verwendet Cookies entsprechend der Datenschutzrichtline. Weiterlesen …