Kritik am Klonen von Affen

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In China sollen Forscher zum ersten Mal Affen geklont haben. Das Klonen ist aus ethischer Sicht abzulehnen, da es für die Tiere mit Leiden verbunden ist. Oftmals braucht es hunderte von Versuchen, bis ein Klontier geboren wird.

In China wurden zum ersten Mal „erfolgreich“ Affen geklont. Nach Medienangaben wollen die chinesischen Forscher die geklonten Javaneraffen küntig „in Serie“ produzieren und zur Erforschung menschlicher Krankheiten einsetzen.

Hunderte Versuche schlagen fehl
Auch wir sind genau wie unser Dachverband entsetzt über diesen vermeintlichen „Erfolg“ der Wissenschaft. Denn nicht nur für die Klontiere ist das Klonen mit Leiden verbunden, sondern auch für die Muttertiere. Oft schlagen hunderte von Versuchen fehl, bis ein Klontier überhaupt geboren wird. „Die Klontiere sterben meist in unterschiedlichen Embryonalphasen - soweit sie dieses Stadium überhaupt erreichen“, erklärt Roman Kolar, Geschäftsführer Wissenschaft bei unserem Dachverband. Das zeigt auch die „Erfolgs“-Quote aus China: Nur zwei von 109 Embryonen überlebten. Oft sterben die Tiere auch kurz vor oder nach der Geburt, weil beim Klonvorgang die Zelle geschädigt werden kann. Auch Tiere, die nach der Geburt längere Zeit überleben, sind oft krank und leiden unter Schmerzen. Durch Hormongaben und die meist sehr schweren Geburten, einschließlich vieler Tot- und Fehlgeburten, leiden auch die Ammentiere, welche die Klontiere austragen müssen.

„Serienproduktion“ geplant
Scheinbar planen die chinesischen Forscher, die geklonten Javaneraffen zukünftig „in Serie“ zu produzieren und die Tiere zur Erforschung menschlicher Krankheiten einzusetzen. Entsprechende Versuche sind meist mit schweren Schmerzen, Leiden und Schäden für die Tiere verbunden. Primaten sind sinnesphysiologisch hoch entwickelt und auf soziale Beziehungen angewiesen. Es ist davon auszugehen, dass sie unter einer derartigen Versuchsdurchführung und den Bedingungen im Labor sogar mehr als andere Tiere leiden müssen.

Versuche auch in Deutschland möglich
Nach der derzeitigen Rechtslage wären Klonversuche an Tieren auch in Deutschland möglich. Solange Tierversuche noch nicht vollständig verboten sind, fordert unser Dachverband, zumindest Versuche an Affen, per Gesetz zu verbieten. „Dieser Versuch aus China stößt ein Tor auf zu einem Wettlauf für noch mehr Tierversuche an Primaten“, befürchtet Kolar. “Die aktuellen Klonversuche zeigen, dass Primaten aber auch andere Tierarten von weiten Teilen der Wissenschaft noch immer als reine Experimentierobjekte gesehen und eingesetzt werden. Ihre Individualität, ihre dem Menschen ähnliche körperliche und emotionale Leidensfähigkeit wird dabei ausgeblendet.

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