lllegaler Welpenhandel

Hundewelpen
pixabay.com

Erneut wurden zahlreiche Hunde- und Katzenwelpen aus einem Transport beschlagnahmt. Der illegale Welpenhandel geht auf Kosten der Tiere. Interessenten sollten deshalb niemals ein Tier über das Internet oder dubiose Kleinanzeigen kaufen.

Bei der Kontrolle eines slowakischen Transporters auf der A8 an der Anschlussstelle Leonberg-West wurden Anfang April 93 Hundewelpen und 21 Katzenwelpen entdeckt. Die Tiere wurden beschlagnahmt und in das  Tierheim Stuttgart gebracht. Nun muss die Behörde entscheiden, ob die Tiere zurück zu ihren Besitzern müssen oder in der Obhut des Tierschutzes bleiben dürfen. Der Gesundheitszustand der meisten Welpen ist bedenklich.

Keine Tierqual unterstützen – AG „Welpenhandel“ warnt
Anlässlich der aktuellen Beschlagnahmung der über 100 Tiere warnt die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ erneut vor dem illegalen Geschäft mit den Tieren. „Das illegale Geschäft mit den Welpen geht auf Kosten der Tiere“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere bei unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund. Furler-Mihali appelliert, niemals ein Tier über das Internet oder dubiose Anzeigen zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass hinter den Angeboten illegaler Tierhandel dahintersteckt, sei hoch. Die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ ist eine gemeinsame Initiative von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V., dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), dem Deutschen Tierschutzbund, der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT).

Hintergrund Welpenhandel
Das Geschäft mit Hundewelpen boomt. Vor allem Rassehunde, aber auch Mischlinge, werden immer wieder im Rahmen von Kontrollen entdeckt. Auch Katzen oder andere Tiere finden sich teilweise in den Transportern. Die Tiere stammen zumeist aus Osteuropa, wo sie unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet werden. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und viel zu früh, nach etwa vier bis sechs Wochen, von ihren Welpen getrennt. Neben den Mutterhündinnen leben auch die Deckrüden ohne jegliche menschliche Zuwendung meist in Verschlägen. Die frühe Trennung von der Mutter schwächt das Immunsystem der Welpen. Weil Impfungen und Parasitenbehandlungen fehlen, sind die meisten Welpen – wenn sie nach einem anstrengenden Transport an ihrem Bestimmungsort ankommen – ernsthaft krank.

Weitere Infos unter www.wuehltischwelpen.de.

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