Pferdeverbot gefordert

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In Karnevalsumzügen passieren immer wieder Unfälle mit Pferden. Die Mitnahme der Tiere ist ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier, ein Pferdeverbot muss unbedingt kommen.

Im Kölner Karneval ist es trotz Auflagen und Kontrollen zu einem Zwischenfall mit Pferden gekommen. Im letzten Jahr gab es in Köln und Bonn Unfälle mit Pferden in Karnevalsumzügen.

Forderung nach Pferdeverbot
In diesem Zusammenhang erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem Pferdeverbot in Karnevalsumzügen. „Für Millionen Menschen ist der Straßenkarneval ein großer Spaß. Das soll es auch bleiben, das geht aber eben auch ohne Tiere. Für die Pferde ist es purer Stress und damit verbunden bleibt immer ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier. Die Verantwortlichen im Karneval wären gut beraten, jetzt endlich umzudenken und ein Pferdeverbot auszusprechen. Der Vorfall scheint nach bisherigem Sachstand noch glimpflich verlaufen zu sein, aber das Risiko, dass Karnevalisten und Tiere noch schwerer zu Schaden kommen, das sollte keiner eingehen“, so Marius Tünte, Pressesprecher unseres Dachverbandes. Wie unser Dachverband und der Landestierschutzverband NRW hoffen auch wir, dass die Menschen und Tiere den Unfall in Köln gut überstehen, schließen uns aber auch der Forderung nach einem Pferdeverbot in den Umzügen an.

Körperliche und nervliche Strapazen
Die Mitnahme von Pferden in Karnevalsumzügen ist ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier. Pferde sind Fluchttiere und deshalb sehr schreckhaft. In den Karnevalsumzügen sind sie nervlich stark strapaziert, Laute Musik, Gegröle und Tröten tun ihr übriges. Oft müssen die Tiere stundenlang in unnatürlichem Tempo auf Asphalt gehen, was ihnen außerdem zusetzt. Außer den Pferden selbst sind auch die Jecken am Straßenrand gefährdet: Auf den meist engen Wegen können die Tiere nervös werden und die Menschen verletzen.

Vorfall muss konsequent und öffentlich untersucht werden
NRW-Innenminister Reul hat Medienberichten zufolge direkt ein Pferdeverbot ausgeschlossen. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist dies fahrlässig. Neben seiner Forderung nach einem Pferdeverbot ruft unser Dachverband die zuständigen Behörden auf, den Vorfall in Köln konsequent und öffentlich zu untersuchen.

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