Staatsziel Tierschutz

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Vor 15 Jahren wurde der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Getan hat sich für die Tiere seither wenig. Es fehlen immer noch wirksame Folgeregelungen, z.B. für eine tiergerechte Landwirtschaft oder die Forschung ohne Tierversuche.

Das Staatsziel Tierschutz hat Geburtstag: Vor 15 Jahren wurde es am 1. August im Grundgesetz verankert. Anlass zum Feiern bietet der Jahrestag jedoch nicht, denn in der Praxis hat das Staatsziel den Tieren keine Verbesserungen gebracht. So sind Tierversuche in der Forschung immer noch Alltag. Ein klares Konzept zum zeitnahen Ausstieg und zur Umstellung auf eine moderne tierversuchsfreie Forschung, Lehre und Risikobewertung gibt es bis dato nicht. Auch dürfen wilde Tiere immer noch in Zirkussen oder im Privathaushalt gehalten werden. Eine tiergerechte Haltung von Nutztieren ist ebenso wenig in Sicht wie eine ausreichende Honorierung der Tierheime für die wichtige Arbeit, die sie tagtäglich leisten.

Ziel bis jetzt verfehlt
„Die Kluft zwischen Verfassungsanspruch und der Tierschutzrealität ist auch heute noch, 15 Jahre nach Inkrafttreten des Staatsziels Tierschutz, eklatant“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Damit das Staatsziel Tierschutz endlich in der Realität umgesetzt wird, hat unser Dachverband gemeinsam mit allen Mitgliedsvereinen die Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl!“ gestartet. Die Kampagne fordert von der Politik ein konkretes Handeln, denn der Umgang mit Tieren muss endlich in ethisch verträgliche, tierschutzgerechte Bahnen gelenkt werden. „Wer auch immer im Herbst die Regierungsmehrheit erhält, muss für ein staatszielkonformes Tierschutzgesetz sorgen und die bundeseinheitliche Verbandsklage einführen“, so Schröder.

Weitere Infos zur gemeinsamen Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl!“ erhalten sie hier.

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