#Stop The Trucks

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Im Rahmen der Kampagne #StopTheTrucks wurden über eine Million Unterschriften gegen qualvolle Tiertransporte an die EU-Komission übergeben. Diese verspricht, dass Thema verstärkt anzugehen.

Die Kampagne #StopTheTrucks hat in ganz Europa großartige Zustimmung erhalten: Mehr als eine Million Bürger haben ihre Stimme gegen die tierquälerischen Zustände bei Lebentiertransporten abgegeben. #StopTheTrucks ist eine Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes und weiterer Mitgliedsorganisationen der europäischen Dachorganisation „Eurogroup for Animals“.

Tiere sind nicht ausreichend geschützt
Hintergrund der Kampagne ist, dass die europäische Gesetzgebung über Tiertransporte den Tieren keinen ausreichenden Schutz bietet. Auf Transporten - oft quer durch Europa und bis in Drittländer - leiden die Tiere häufig unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter Hitze oder Kälte, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen. Ursache für diese Tierschutzprobleme sind die zu geringen Anforderungen: So ist es prinzipiell erlaubt, Tiere unter Einhaltung von Pausenzeiten zeitlich unbegrenzt zu transportieren. Darüber hinaus sind die Anforderungen an das Platzangebot auf den Transportmitteln, an die zulässige Temperatur während des Transportes sowie an die Versorgung und Ruhepausen unzureichend. Wirksame Kontrollen, mit denen die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen und der Gesundheitszustand der Tiere überprüft werden, fehlen weitgehend.

EU und Bundesregierung müssen handeln
Gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund als unseren Dachverband, fordern auch wir sowohl von der EU als auch von der Bundesregierung schnelle Verbesserungen für die Tiere. Thomas Schröder, Präsident unseres Dachverbandes beklagt: „Für die Milliarden Tiere, die jährlich über Europas Straßen gekarrt werden, ist der Weg in den Tod die Hölle. Es braucht eine Strategie, um die Bedingungen auf den Transporten zu verbessern und um die Zahl und Dauer der Transporte zu reduzieren. Dazu sind auch wieder regionale Strukturen notwendig, um kurze Wege zu sichern. Endziel muss sein, Fleisch bzw. Sperma für die Zucht zu transportieren und den Tieren selbst die Tortur des Transports zu ersparen. Das muss auch eine Schwerpunktaufgabe einer neuen Bundesregierung sein.“

Minister verspricht Unterstützung
Die gesammelten Unterschriften wurden durch Flanderns Tierschutzminister Ben Weyts an den zuständigen EU-Minister, Vytenis Andriukaitis, überreicht. Andriukaitis, in der Kommission zuständig für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, hat nun versprochen, die Zustände bei Lebendtiertransporten höher auf die Agenda zu setzen. So soll eine neu eingesetzte Untergruppe der EU-Tierschutzplattform das derzeitige System sowie die Regeln für den Langstrecken-Tiertransport überarbeiten und eine langfristige Strategie zum Ersatz der Transporte erarbeiten.

Weitere Infos zur Kampagne #StopTheTrucks: www.tierschutzbund.de

Zurück

Diese Seite verwendet Cookies entsprechend der Datenschutzrichtline. Weiterlesen …