Reisen mit dem Hund

Petra Herbrechtsmeier/Pixelio.de

Wenn die Familie Urlaub macht, ist Bello oft mit von der Partie. Damit die Ferien für Hund und Halter zu einem entspannten Erlebnis werden gilt es Einiges zu beachten. Wir geben Tipps für Vorbereitung, Anreise und Aufenthalt.

Reisevorbereitung
Fragen Sie nach ob Hunde erlaubt sind, bevor Sie eine Unterkunft buchen. Spezielle Bedingungen und eventuelle Aufpreise sollten Sie sich schriftlich geben lassen.Lassen Sie den Vierbeiner rechtzeitig vor Reiseantritt von einem Tierarzt untersuchen. Der Tierarzt informiert über Gesundheitsrisiken im Urlaubsland und nimmt die nötigen Impfungen vor. Bitte beachten Sie: Viele Länder verbieten die Einreise von so genannten Kampfhunden, oft gibt es eine strenge Maulkorb- und Leinenpflicht. In Dänemark kann bei Beißvorfällen die Tötung des Hundes angeordnet werden. Erkundigen Sie sich beim Auswärtigen Amt oder beim Konsulat des Urlaubslandes. In Deutschland gelten in den Bundesländern unterschiedliche Hundeverordnungen. Auskünfte hierzu gibt das jeweilige Verbraucherministerium.
 
EU-Heimtierausweis
Für Reisen innerhalb der EU sind Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung Pflicht. Je nach Land können weitere Behandlungen, z.B. gegen Bandwürmer, gefordert werden. Für Reisen in bestimmte Drittländer (z.B. Türkei oder Thailand) muss mehrere Wochen vor Reisebeginn ein Bluttest gegen Tollwut-Antikörper gemacht und in den Heimtierausweis eingetragen werden. Nur so können Probleme bei der Rückkehr in die EU vermieden werden.

Wichtig: Lassen Sie Ihren Hund in das Deutsche Haustierregister® eintragen. Im Falle eines Falles hilft der kostenlose Service auch im europäischen Ausland bei der Suche nach vermissten Tieren.

Anreise
Die beste Wahl für die Reise mit dem Vierbeiner ist sicherlich der private PKW. Machen Sie häufiger Pause, damit Bello Gassi-Gehen und Wasser trinken kann. Der Hund sollte mittels Geschirr oder in einer Transportbox gut gesichert werden. Fahren Sie bei heißem Wetter nicht tagsüber, wenn Ihr Auto keine Klimaanlage hat. Und Achtung: Im geparkten Wagen kann die Temperatur auch ohne direkte Sonneneinstrahlung extrem ansteigen. Lassen Sie Ihren Schützling niemals alleine im Wagen zurück – auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster!
 
Wer mit dem Flugzeug reist, sollte sich frühzeitig nach den Transportbedingungen der Fluggesellschaften erkundigen. Die Reise im Frachtraum bedeutet für viele Bellos großen Stress und kann in nicht klimatisierten Räumen zu gesundheitlichen Problemen führen. Eine Bahnfahrt kann besonders für größere Hunde unangenehm sein. Bei längeren Fahrten kann das Tier sich nicht lösen, volle Züge bedeuten Enge und Stress. Grundsätzlich sollte der Hund am Vortag der Reise wenig fressen, am Reisetag bleibt der Fressnapf besser leer.
 
Reisezubehör
Neben Napf, Bürste, Leine und Maulkorb sollte man nach Möglichkeit das Lieblingsfutter des Hundes mitnehmen. Packen Sie auch Kotbeutel ein und räumen Sie die Notdurft des Tieres immer weg. Der Tierarzt hilft beim Zusammenstellen einer auf Hund und Reiseziel abgestimmten Reiseapotheke, die in jedem Fall eine Zeckenzange enthalten sollte. Schon vor Reiseantritt ist Floh- und Zeckenschutz wichtig. Nehmen Sie auch Unterlagen zur Hundehalter-Haftpflichtversicherung mit.
 
Am Urlaubsort angekommen...
soll auch unser tierischer Begleiter sich wohlfühlen. Ein paar vertraute Gegenstände wie sein Körbchen und das Lieblingsspielzeug helfen beim Eingewöhnen. Zeigen Sie dem Hund seinen neuen Platz und machen Sie einen Spaziergang, damit er seine neue Umgebung kennenlernt. Beziehen Sie Bello in Ihre Aktivitäten mit ein. Denn ständig im Hotelzimmer alleine gelassen werden – so stellt sich kein Hund seinen Urlaub vor. Informieren Sie sich vorab nach den örtlichen Gegebenheiten, wie z.B. Hundestrände.
 

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