Vogelfütterung

Peronne vd Ham/ pixelio.de

Während der Wintermonate finden heimische Vögel bei Frost und Schnee oftmals nicht mehr ausreichend Nahrung. Tierfreunde können die kleinen Federträger mit einer artgerechten Fütterung und dem geeigneten Futter unterstützen.

Unsere heimischen Vögel haben es heutzutage nicht leicht: Durch die intensivierte Landwirtschaft und immer weniger naturnahe Gärten finden sie besonders im Winter kaum noch Futter. Tierfreunde können die Federträger in den Wintermonaten, bei Frost und Schnee, mit der Einrichtung von Futterstellen unterstützen.

Körnerfresser und Weichfutterfresser
Bei der Vogelfütterung ist zu beachten, dass die verschiedenen Vogelarten hinsichtlich des Futterangebots unterschiedliche Anforderungen stellen. Körnerfressern, wie Finken, Spatzen oder Gimpeln, können Sonnenblumenkerne, Getreidekörner, eingefettete Haferflocken und unbehandelte Erdnüsse angeboten werden. Für Weichfutterfresser, wie Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig, eignen sich Beeren und Obst sowie getrocknete Insektenlarven.

Damit sich Körner- und Weichfutterfresser nicht ins „Gehege“ kommen, ist es sinnvoll, mehrere kleine Futterstellen einzurichten. Diese sollten immer gut zugänglich für die Vögel sein, gleichzeitig aber schlecht erreichbar für Katzen. Damit keine Krankheitserreger übertragen werden, sollte man die Futterstellen und -häuser gut sauber halten und sie täglich trocken ausfegen und einmal wöchentlich mit kochend heißem Wasser schrubben.

Wasservögel
Wenn Seen und Teiche zufrieren, kann bei Wasservögeln eine Zufütterung mit Getreide, Hühnerfutter und weichen Kartoffeln sinnvoll sein. Brot und Speisereste sind entgegen der weitverbreiteten Praxis für alle Vögel als Futtermittel völlig ungeeignet. Wasservögeln sollte man Futter nur am Ufer anbieten, um einen übermäßigen Nährstoffeintrag in die Gewässer zu verhindern. Da liegengebliebenes Futter sich immer schnell mit Kot und somit Krankheitserregern vermischen kann, ist es zu empfehlen, allen Vögeln lieber öfter kleinere Mengen zu füttern.

Wasser ist unverzichtbar
Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser, welches im Winter oft schwer erreichbar ist. Schalen mit Trink- und Badewasser sollte man deshalb auch im Winter zur Verfügung stehen. Befürchtungen, dass das Gefieder durch ein Wasserbad vereisen könnte, sind unbegründet.

Die Qualität soll stimmen
Neben dem passenden Futter sollten Tierfreunde auch auf dessen Qualität achten. Futtermischungen, Futterringe und Meisenknödel aus Supermarkt & Co. sollten etwa keine Füllstoffe enthalten und nicht mit Sand gestreckt sein. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt es zu beachten, da Vogelfutter nur begrenzt haltbar ist.

Naturnahe Gärten bieten einen reichlich gedeckten Tisch
Die beste Hilfe für Vögel ist jedoch der naturnahe Garten: Hier finden die Tiere auch im Winter Stängel, Blütenreste und Fruchtstände mit Samen sowie zahlreiche Insekten, die in abgestorbenen Pflanzenteilen oder Reisighaufen überwintern.

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